There is no Anti-Zionism without Anti-Semitism
There is no Anti-Zionism without Anti-Semitism

29. Mai 2018

Antisemitismus im Leserbrief

Die HNA schränkt in ihrer Online-Präsenz die Kommentarmöglichkeit beim Thema Israel in der Regel ein. Damit wird ein Spielfeld des Antisemitismus eingeschränkt. Die Leserbriefredaktion der Zeitung sieht dies anders. Obwohl auch hier die Möglichkeit besteht, eine Auswahl zu treffen, kommen aktuell in kurzer Folge klassische Beispiele des Antisemitismus und "israelbezogenen Antisemitismus" als offensichtlich legitime Meinungsäußerung zu Wort.

29. Mai 2018: Die Fragen des Ulrich R

28. Mai 2018: Die Juden waren es

13. Mai 2018

Anne Frank Bilderrätsel

Finde den Fehler(?)!

Es gibt in Hessen ein mit öffentlichen Geldern unterstütztes Projekt, das nennt sich "response". Laut Selbstbeschreibung sei dies "die erste Beratungsstelle für Betroffene rechter Gewalt in Hessen und ist in der Bildungsstätte Anne Frank in Frankfurt angesiedelt." Die Bildungsstätte Anne Frank erklärt ihren Bezug zum Namen, den diese Initiative führt so: "Alle kennen Anne Frank – aber nur wenige wissen, dass sie aus Frankfurt kommt.Im Stadtteil Dornbusch, in dem Anne aufgewachsen ist, finden Sie uns. Was können wir heute noch aus der Vergangenheit lernen? Wie handeln wir im Hier und Jetzt, wenn uns Rassismus begegnet?"

 

Und weil Anne Frank Opfer der vom Antisemitismus inspirierten deutschen Volksgemeinschaft war, muss noch schnell der Bezug zum Antisemitismus her. So heißt es im Selbstverständnis der Bildungsstätte Anne Frank: "Die Bildungsstätte versteht sich als ein unabhängiges, interdisziplinäres Zentrum, das unterschiedliche Kompetenzen und Expertisen verbindet, um adäquate pädagogische Konzepte für die pluralistische Migrationsgesellschaft zu entwickeln und zu implementieren. Hierzu gehört sowohl die kritische Auseinandersetzung mit der deutschen Zeitgeschichte als auch die Reflexion über Rassismus, Diskriminierung und Antisemitismus in der Gegenwart." Antisemitismus wird in dieser Erklärung unter "Ideologie der Ungleichwertigkeit" subsumiert. Die Bildungsstätte hat damit völlig richtig erkannt, dass sie so in der Lage ist, "Impulse für den öffentlichen Diskurs" zu setzten. Somit erklärt sich auch, dass die Hisbollah-Versteherin und Gegnerin des Anti-BDS-Beschlusses der Fraktion "Die Linke" Christine Buchholz (siehe Screenshot, 19.05.2018) diese Initiative unterstützt. Christine Buchholz gehört auch dem Netzwerk Marx21* an.

 

Response veranstaltet am 18. Mai 2018 in Kassel eine Tagung, "Changing Perspectives III - Verschränkungen von Rassismus, Antisemitismus, Homo- und Trans*feindlichkeit.“ Es sind neben einer Kasseler Vertreterin der "Initiative 6. April" u.a. zwei Vertreterinnen des Intersektionalismus** geladen. Kein Wunder, dass der Nebelkerze „Antimuslimischer Rassismus“ Platz eingeräumt wird. "Antisemitismus heute. Erkennen, benennen und stoppen" wird dann das Blinde-Kuh-Spiel der Konf_er*enzTeil-nehmerix sein.

 

* Marx21 (früher Linksruck) ist eine stramm antizionistische Gruppierung der Partei "Die Linke". Näheres kann hier nachgelesen werden: Das trotzkistische Spektrum im Linksextremismus, bdp, 28.10.2014

 

**Zum Thema "Intersektionalismus" aktuell: Naida Pintul und Vojin Saša Vukadinović, Die Regression »reclaimen« (jungle world, 09.05.2018).

10. Mai 2018

70 Jahre Israel

70 Jahre Israel bedeuten nicht nur 70 Jahre Existenz eines demokratischen Gemeinwesens und einer Gesellschaft, die heute für ca. 8 Millionen Menschen eine Heimat ist und die diesen 8 Millionen Menschen ein Recht auf Sicherheit und Frieden gewährt, sondern auch eine 70 Jahre währende Garantieerklärung gegenüber allen, die vom Antisemitismus bedroht sind und einen sicheren Zufluchtsort brauchen.

 

Und allen Unkenrufen zum Trotz: 70 Jahre Israel und der Zionismus sind eine Erfolgsgeschichte! In einem Interview erklärt der israelische Historiker Tom Segev einem typischen Vertreter deutscher „Israelkritik“ folgendes: „Israel ist zunächst einmal eine der dramatischsten Erfolgstorys des 20. Jahrhunderts. Wenn Sie Statistiken der Vereinten Nationen zu Wohlstand und Lebensqualität heranziehen, dann liegt Israel immer unter den Top 15 von 175 Staaten. Ich sehe die großen Schwierigkeiten, die der Staatsgründer David Ben Gurion in Kauf genommen hat. […] Der Preis war sehr hoch, […] Aber die zionistische Ideologie und der zionistische Kampf, die Israel ermöglicht haben, ist keine hauptsächliche Geschichte von Fehlern. Es sei denn, man ist der Ansicht, dass der Zionismus an sich der Fehler ist.“ (HNA, 10. Mai 2018)

 

In der Unabhängigkeitserklärung Israels heißt es: „Die Katastrophe, die in unserer Zeit über das jüdische Volk hereinbrach und in Europa Millionen von Juden vernichtete, bewies unwiderleglich aufs Neue, dass das Problem der jüdischen Heimatlosigkeit durch die Wiederherstellung des jüdischen Staates im Lande Israel gelöst werden muss, in einem Staat, dessen Pforten jedem Juden offenstehen, und der dem jüdischen Volk den Rang einer gleichberechtigten Nation in der Völkerfamilie sichert.“ Vor dem Hintergrund, dass die Hoffnungen auf Gleichberechtigung und / oder der Assimilation der Juden in der bürgerlichen Gesellschaft nach der französischen Revolution oder im Realsozialismus nach der russischen Revolution schon lange vor der Formierung der deutschen Volksgemeinschaft durch den Nationalsozialismus enttäuscht wurde, ist die Staatsgründung Israels zum einen der erfolgreiche Versuch der Juden, die Werte von Freiheit, Gleichheit und Brüderlichkeit als Grundlage einer bürgerlichen Gesellschaft und Nation für sich zu erobern und zum anderen diese „Heimstatt“ gegen die antisemitische Internationale zu verteidigen.

Mehr zum Lesen gibt es hier ...

1. Mai 2018

Keine Antizionisten in den Landtag!

Ein Aufruf, den es nicht gibt

„Eine Partei, die Antizionisten und Antisemiten in ihren Reihen duldet und dadurch dazu beiträgt, dass die einzige Demokratie im Nahen Osten, nämlich Israel delegitimiert wird und Munition für antisemitische Gewalttäter liefert, hat im Hessischen Landtag nichts zu suchen.“ Gibt es einen solchen Aufruf einer großen gesellschaftlichen Organisation zur hessischen Landtagswahl? Nein!

 

Die Partei „Die Linke“ in Hessen hat auf ihrem Parteitag in Kassel neben Jan Schalauske Janine Wissler als Spitzenkandidatin zur Landtagswahl im Oktober gekürt. Wisslers Antizionismus1 ist unkommentiert geblieben.

 

1 Zum notwendigen Zusammenhang von Antizionismus und Antisemitismus, vgl., Leon Poliakov; Vom Antizionismus zum Antisemitismus, Freiburg 1992
 

hier wird der Zusammenhang dargestellt ...

23. April 2018

Frau Amirpur: Sie liegen grotesk daneben… Wann korrigieren sie endlich ihre unhaltbaren Positionen?

Am 9. April 2018 war von ihnen in der HNA zu lesen: „…zu sagen, Muslime sind antisemitisch und muslimische Flüchtlinge bringen eine antisemitische Grundstimmung mit, ist idiotisch und führt zu nichts“. Was für ein selten dämlicher Satz. Wie krass er die Faktenlage auf den Kopf stellt, zeigt die jüngste Attacke einer arabischen Jung-Männer-Gang in Berlin, im Stadtteil Prenzlauer Berg, die dort zwei junge Männer mit Kippa massiv angegriffen hat. Der Haupttäter, ein 19 jähriger Araber, hat sich inzwischen der Polizei gestellt. Er war derjenige, der, wie in einem Video im Netz nachgeschaut werden kann, mit einem Ledergürtel auf den jungen Israeli mit Kippa eingeschlagen hat: Mit hasserfüllten, antisemitischen Kommentaren und Ausrufen – nur weil sein Gegenüber als Jude erkennbar war.

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12. April 2018

Keine Angst vor dem Islam: Das Kasseler Bildungsbürgertum zeigt sich einig

Ein Abend: ganz ohne Überraschungen …

 

Michel Houllebecq’s Roman Unterwerfung war für das Kasseler Staatstheater Anlass – die bisherigen Vorstellungen waren offensichtlich alle gut besucht – zum 2. Mal innerhalb der Reihe Streitzeit zur Diskussion zu laden. Über das Buch und das im TIF laufende Stück wurde nicht diskutiert. Das lag, wie vieles andere auch, an der Auswahl der Vortragenden, die sich trefflich ergänzten, sich in keinem einzigen Punkt widersprachen, obwohl das ganze Land mehr als zerrissen ist in der Frage, die zur Debatte stand: Ist das „Alles nur ‚Angstgerede‘?“, was da so diskutiert wird über den Islam?

 

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17. März 2018

Die Café Buch-Oase-Connection

Schamanismus, Homöopathie und Propaganda für den palästinensischen Volkskampf: Alles, was des Friedensfreunds Herz begehrt, findet man in einem Café, das einen mit Großbuchstaben geschriebenen mediterranen, sonnigen Hinterhof anpreist. Die Adresse des Cafés ist, Ironie des Schicksals, die Germaniastraße. Diese Straße befindet sich im Vorderen Westen, der - horribile dictu - ein Siedlungsprojekt eines Kasseler Juden ist, der bei seinen Grundstücksspekulationen den richtigen Riecher hatte und im 19. Jahrhundert den Stadtteil in Kassel begründete. Er zählt zu den schönsten in Kassel. In dem Café mit dem mediterranen Garten gibt es selbstverständlich biologisch angebauten und fair gehandelten Kaffee. Soweit, so harmlos. Doch man muss noch nicht einmal genau hinschauen. Die mit Weisheit möglicherweise nicht allzu opulent ausgestatteten und wie es scheint des öfteren besinnungslosen Gäste und Betreiber tummeln sich gerne in einem Marwan-Raum. Nicht nur, um sich eben drum mit schamanischer Weisheit auf die Suche nach Wahrheit, Weisheit, Besinnung und spirituellem Wachstum zu begeben1, sondern um mit Leidenschaft gegen Israel zu agitieren und mit Boykott zu drohen, damit der Staat der Juden endlich zur Besinnung kommen möge. Die totale Wahrheit aber finden die Betreiber und Besucher des Cafés in der Inspiration: „Inspiriert vom Kampf der Südafrikaner*innen gegen die Apartheid ruft die palästinensische Zivilgesellschaft zu Boykott, Desinvestition und Sanktion (BDS) gegen Israel auf, bis dieses internationalem Recht und den universellen Prinzipien der Menschenrechte nachkommt.“2
 

1 Am 03.01.2018 lud eine Internationale Schule des Goldenen Rosenkreuzes e.V. zur Suche nach Weisheit, Besinnung und spirituellem Wachstum in die Räume des Cafe Buch-Oase ein.

2 Am 20.04. (sic!) 2017 war der BDS-Mann Manfred Breidert Gast der Deutsch-Palästinensische Gesellschaft, RG Kassel im Café. Der Diether-Dehm-Sender Weltnetz.TV fasste die Quintessenz dieser Veranstaltung wie zitiert zusammen.

 

Weiter im Text hier. 

16. März 2018

Straßennamen setzen Zeichen

In Kassel möchte ein Bauinvestor eine Straße nach der britischen Politikerin Jo Cox benennen. Jo Cox war Opfer eines rechtsextremistischen Attentäters. Es spricht nichts dagegen, an Opfer rechtsextremistischer Gewalt zu erinnern, doch die Intention der Initiatoren ist durchsichtig. Die Straßenbenennung sei als ein Zeichen gegen politische Gewalt zu verstehen, erklärt der Investor der HNA - soweit so gut, dass die Politikerin Gegnerin des Brexit gewesen sei, findet der Initiator der Umbenennung aber dann doch so wichtig, dass er es extra ausführt. Dann diktiert er mit „Europa müsse doch zusammenstehen. Wir sind doch nicht die USA ...“ die zentralen Sätze der Ideologie deutscher Hegemonialpolitik in Europa der Journalistin auf den Notizblock. Der Ortsbeirat des betroffenen Stadtteils stimmt dem begeistert zu und das verwundert nicht. In diesem Gremium sind die Propagandisten des deutschen Gesinnungsimperialismus beherrschende Kraft. Für sie spricht der Ortsvorsteher und SPD-Politiker Norbert Sprafke folgenden Satz aus. Die beabsichtigte Benennung sei „ein Zeichen gegen Rassismus, Nationalismus und Europafeindlichkeit.“

 

Die HNA nimmt diese Initiative zum Anlass, dem Leser und der Leserin einen kleinen Quiz über Straßennamen zu unterbreiten. Diesem Quiz möchten wir eine weitere Frage anfügen.

 

Was haben folgende Persönlichkeiten gemeinsam, nach denen ebenfalls Straßen in Kassel benannt sind?

 

Karl Branner

Martin Luther

Ludwig Jahn

Ernst Moritz Arndt

Clemens Brentano

Achim von Arnim

Karl Kaltwasser 1

 

Sie waren Judenhasser und Antisemiten2. Diese Straßenbenennungen sind zwar kein Zeichen gegen politische Gewalt und auch nicht gegen Nationalismus, aber eines für den zentralen Bestandteil der deutschen Weltanschauung. Der deutsche Imperialismus tritt heute im Gegensatz zu früher mit einer guten Gesinnung auf. Der Judenhass hat heute in Form von "Israelkritik" und Antizionismus nur ein anderes Antlitz, insofern stehen die Namen denen, die sich über die Namenspatin Cox freuen, gut zu Gesicht.  

 

1 Kaltwasser war nationalsozialistisch-völkischer Kulturpolitiker und Landesleiter der Reichsschrifttumskammer des Gaus Kurhessen sowie seit ihrer Gründung 1942 bis etwa 1970 Geschäftsführer der Brüder Grimm-Gesellschaft Kassel.

 

 

11. Februar 2018

Türkische Faschisten zeigen öffentlich ihre Gesinnung

Szenerie am 10. Februar 2018 vor der DITIB-Moschee in Kassel am Westring, in der Frauen den Nebeneingang benutzen müssen. Aber darum geht es hier nicht. Hier zeigen Moscheegänger den Wolfsgruß. Das ist der Gruß der Grauen Wölfe, einer faschistischen und stramm antisemitischen Organisation aus der Türkei. Der faschistische Gruß der Grauen Wölfe ist in Deutschland im Gegensatz zum "Führergruß" nicht verboten. Die DITIB hat schon mehrfach ihre Verbundenheit mit den Grauen Wölfen und den diesen zuzuordnendnen Spaltprodukten (ATIB) demonstriert. Beide sind nach wie vor Mitglieder im Kasseler Rat der Religionen.

20. Januar 2018

Über den Prozess zweier GEW-Referenten gegen das BgA-Kassel

Zwei Bildungsreferenten der GEW ist ein juristischer Erfolg gegen das Bündnis gegen Antisemitismus Kassel gelungen: Doch auch ein Urteil dieser Art kann weder unsere Existenz noch unseren Willen zur Kritik existenziell gefährden

 

Die GEW ist die Gewerkschaft für „Frauen und Männern, die in pädagogischen und wissenschaftlichen Berufen arbeiten: In Schulen, Kindertagesstätten, Hochschulen und anderen pädagogischen Einrichtungen.“ Sie nennt sich Bildungsgewerkschaft. Diese Gewerkschaft hat, getreu dem Trend im Neoliberalismus, die eigene Bildungsarbeit outgesourct. Zuständig für die gewerkschaftliche Bildungsarbeit ist in Hessen ein Verein, der sich „lea - gemeinnützige Bildungsgesellschaft mbH der GEW Hessen“ nennt. Dieser bietet zu allen möglichen Themen Seminare an. Wie es sich für den engagierten Bildungsarbeiter gehört auch und natürlich zum Nahen Osten und zum Islam.

 

Das Bündnis gegen Antisemitismus (BgA) Kassel hat sich in der Vergangenheit mehrmals kritisch mit der Bildungsarbeit der GEW befasst. Thematisiert wurde von uns in einer Polemik u.a., dass Bildungsreferenten wie Werner Ruf und Jens Wernicke engagiert werden. Beide nötigten uns teure Unterlassungserklärungen auf, die wir ablehnten. Daraufhin zogen sie vor Gericht und setzten sich sehr zu unserem Bedauern durch.

 

Hier geht es zur Auseinandersetzung mit dem Urteil und der Sache:

19. Dezember 2017

Wie Herr Roth auch mal die Flasche rubbelt – Das Geraune aus Heringen

Der nordhessische Repräsentant der SPD in Berlin, gleichzeitig Staats- und Europaminister im Auswärtigen Amt, Michael Roth, wird in der HNA über die Große Koalition interviewt. Die Zeitung befragt ihn u.a. nach Trumps Schritt, Jerusalem als Hauptstadt Israels anzuerkennen. Der nordhessische Politiker antwortet: „Das macht es auf jeden Fall noch schwerer, die Region sicherer und friedlicher zu machen.“ Ganz volkstümlicher Politiker, benennt er die Unsicherheit als des Deutschen größte Sorge. Und es folgt das dringende und ebenso deutsche Bedürfnis, eine Lösung zu schaffen. Der Weltfrieden soll endlich im Nahen Osten aus der Flasche gelassen werden. An der Flasche rubbeln heißt ...

 

Ja was den nun? Hier geht's weiter!

9. Dezember 2017

Eine Kundgebung gegen Israel in Kassel - Ein Bekenntnis zur Kompromisslosigkeit

So wie gestern in Berlin kam es heute in Kassel zu einer Kundgebung palästinensischer, offensichtlich der Fatah nahestehenden Gruppierungen. Die Kundgebung wurde klandestin angekündigt. Nirgends war eine Ankündigung zu finden. Man scheut offensichtlich die Öffentlichkeit. Eine ähnliche Kundgebung gab es bereits in diesem Sommer (Khaibar - Khaibar - Allahu Akbar), von der ebenfalls unklar ist, welche politische Organisation dafür verantworltich war.

 

Auf der Kundgebung in Kassel wurden dann auch vornehmlich arabische Parolen skandiert. Deutlich zu vernehmen waren trotzdem die Parolen, die sich gegen Israel, aber auch gegen die USA richteten. „Raus Raus Israel – Raus Raus Israel“, „Nieder mit Israel“ und auch „Allahu Akbar“ wurde mehrfach skandiert, obwohl die Teilnehmer deutlich als säkular ausgerichtet zu erkennen waren. Auch die irakische Flagge, die den Schriftzug "Allahu Akbar" führt, wurde warum auch immer präsentiert. Immer wieder wurde auch die durch und durch von einer Blut-und-Boden-Ideologie geprägte palästinensische Hymne angestimmt. Auf Plakaten der Protestierenden war zu lesen: „70 Jahre Besatzung“, eine kaum verklausulierte Stellungnahme, dass es ihnen um die Beseitigung Israel insgesamt und nicht nur um die der Enklaven jüdischer Bewohner und der israelischen Militärherrschaft in Teilen der Westbank geht. „Jerusalem (Al Quds) bleibt die Hauptstadt Palästinas“ ist ebenfalls die klare Bekundung eines politischen Ziels, das keinen Raum für Kompromisse lässt. Das zentrale Banner der Kundgebung präsentierte die Aussage: „Biblischer Zeit gab es Israel gar nicht.“ Ein klarer Ausdruck dafür, dem jüdischen Staat auch die historisch begründete Identität abzusprechen.

 

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1. Dezember 2017

Der Friedensratschlag in Kassel – Ein Wochenende der Untoten

Frage aus dem Publikum: „Wir haben ja seit über einem Jahr vor der somalischen Küste militärische Fahrzeuge, also sprich Fregatten et cetera, die gegen Pirateneinsatz eingesetzt werden, in internationalen Gewässern. Wie du gesagt hast, Norman, wird im Herbst noch ein neuer Konvoi gestartet. Ist es legitim, dass man diesen Konvoi mit der türkischen Marine oder mit anderen Ländern, meinetwegen auch Skandinavien, beschützen kann, und im Zweifelsfall knallt man diesem faschistischen Regime in Israel einen vor den Latz?“

 

Paech: „[...] Und schließlich der Konvoi und Schutz der Marine: Eigentlich ja! Das ist eine Idee! Man könnte die Bundesmarine auffordern, den nächsten Konvoi zu begleiten […]“ (Norman Paech auf einer Diskussionsveranstaltung der Hamburger Linkspartei, 4. Juni 2010)

 

Dieser Wortwechsel sei zur Illustrierung dessen zitiert, wie es in der deutschen Friedensbewegung so denkt: „Nie wieder ‚Krieg gegen Faschismus, zeigen wir es lieber den Juden!“ U.a. dieser Norman Paech tritt am Wochenende beim Friedensratschlag 2017 in Kassel auf, der in den Räumen der Universität Kassel stattfindet. Er ist auch ein Beispiel dafür, dass das Bekenntnis zur Gewaltfreiheit in der Friedensbewegung relativ ist. 

 

Im Folgenden seien ein paar der Referenten des 2017er Friedensratschlags vorgestellt, um zu verdeutlichen, mit wem und womit wir es hier zu tun haben. (Hier werden sie genannt)

8. November 2017

UETD 2014 in Kassel: Widerstand/Aufruhr gegen Israel

Die UETD gilt als die Lobbyorganisation der AKP. Sie ist die Organisation, die unmittelbar die Politik der AKP in Deutschland in den türkischen Communities umsetzt und propagiert. So organisierte die UETD Wahlkampfveranstaltungen für Erdogan in Deutschland. Auch in Kassel war und ist dies so. (Zur Einordnung der UETD in Kassel, vgl.: Recherchegruppe Kassel) Unmissverständlich bekundete die UETD in Kassel: "Meine Stimme geht an Erdogan - Weil er ein Weltherrscher ist." (Bild rechts)   

 

Der UETD in Kassel gehört unter anderem der Vorsitzende des Ausländerbeirats in Kassel Kamil Saygin, aber auch ein Kadir Bicer ist dort aktiv an. Bicer ist Mitglied der Arbeitsgemeinschaft AG Migration und Vielfalt der SPD und Kandidat der SPD für die Kommunalwahlen in Fritzlar auf Listenplatz 17 gewesen. Er schreibt für die der AKP nahestehenden Zeitungen Post Gazetesi und Türkiye sowie für die Post Aktüel in Nordhessen. Der SPD-Arbeitsgemeinschaft gehört übrigens auch der Kasseler DITIB Aktivist Mahmut Eriylmaz an, über den hier auch schon berichtet wurde. In einem seiner Artikel hebt Bicer die Verbundenheit der in Kassel lebenden Menschen türkischer Herkunft zur SPD hervor (UETD Kassel'e Yeni Yönetim). Dass der ehemalige Oberbürgermeister Kassels auch als Sultan fungierte verwundert also nicht. Kadir Bicer ist im übrigen mit Yasemin Bicer verheiratet, die bei dem Landesfrauenverband der DITIB Hessen führend tätig ist.

 

Warum hier aber die erneute Thematisierung der UETD? Weil eben die UETD und das Ehepaar Bicer im Zusammenhang der antisemitischen Aufmärsche im Jahr 2014 zu nennen sind. Im Folgenden soll es daher um eine schon etwas länger zurückliegende aber dafür um so brisantere Angelegenheit gehen. 

 

Mehr Infos hier:

6. November 2017

7. November 1938 Pogrome in Nordhessen – Kassel war Vorreiter

In Nordhessen war Antisemitismus besonders populär. Hier begannen die systematischen Gewalttaten gegen die deutschen Juden im Zusammenhang der Reichspogromnacht. Während die Pogrome gegen die jüdische Bevölkerung in den meisten deutschen Regionen auf Anordnung der NS-Regierung in der Nacht vom 9. auf den 10. November 1938 durchgeführt wurden, fand in Kassel und Umgebung die „Generalprobe“ statt. Am Abend des 7. November wurden in Kassel jüdische Geschäfte geplündert und die Synagoge an der Unteren Königsstraße in Brand gesteckt. Initiatoren der Ausschreitungen waren SA-Männer, Arolser SS-Männern und Kasseler Gestapoangehörige, die die zusehenden Kasseler Bürger zur Beteiligung ermunterten.

 

Die Haltung der Kasseler Bürger beschrieb der (2014 verstorbene) Kasseler Erinnerungszuständige Hans Germandi so, „Von den Leuten, die unterwegs waren, hat sich keiner getraut, etwas zu sagen.“ (HNA, 07.11.2013) Warum auch trauen, es ging ja nicht um sie. In den Vernichtungskrieg zu ziehen, hatten sich dann aber auch die Kasseler getraut, und das obwohl ab 1941 die Überlegenheit der Alliierten immer klarer wurde. Hunderte Schaulustige waren 1938 dabei, als die Synagoge verwüstet wurde. Anschließend zog die Menge in die Große Rosenstraße, wo die Schul- und Verwaltungsräume der Jüdischen Gemeinde ebenfalls zerstört wurden, jüdische Geschäfte und Cafes wurden geplündert.

 

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2. November 2017

7. November - Traditioneller Marsch der Antizionisten 

Die Kasseler VVN veranstaltet regelmäßig zum 7. November einen Gedenkgang zur Reichspogromnacht. Sie will, „wie in den vergangenen Jahren [...] an die antisemitischen Ausschreitungen vor den Augen der Menschen dieser Stadt erinnern.“ Meinen sie die antisemitischen Aufmärsche im Sommer 2014, die antisemitischen Reden des Ulrich Restat und Abraham Melzer, meinen sie die antisemitische Kundgebung im Januar 2009, die das Friedensforum damals zusammen mit der Milli Görüs abhielt? Nein sie meinen die Pogromnacht im Jahre 1938. Es spricht viel dafür, an dieses historische Ereignis zu erinnern, gerade in Kassel. (Hierzu hier mehr: 7. November 1938. Pogrome in Nordhessen - Kassel war Vorreiter). Den Blick von den aktuellen Ereignissen aber abzuwenden oder gar zum Dunstkreis derer zu gehören, die diese mit initiierten, nichts beschreibt besser, dass man sich gerne der toten Juden erinnert aber die lebenden als Störenfriede begreift.

 

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2. September 2017

juleica - Zusammenarbeit mit türkischen Rechstextremisten in der Jugendarbeit

Am 01. September vermeldete die Kasseler Lokalzeitung HNA unter der Überschrift „Austausch der Religionen", dass durch die Ausbildung von „Jugendleitern“ Christen und Muslime zusammen gebracht würden. Beteiligt an diesem Programm ist der DITIB-Landesjugendverband Hessen. Auf der Illustration der Meldung ist auch der Kasseler Vertreter Mahmut Eryilmaz abgebildet. Er gilt als sozialdemokratisch orientierter Vertreter des Verbandes, freilich gibt es bis heute keine deutliche Distanzierung von den Umtrieben seines Verbandes, auch nicht vom Kasseler Prediger Semih Ögrünc. (vgl.: Das freundliche Gesicht der DITIB) Links neben Eryilmaz abgebildet ist Amir Aliji. Wer zum Teufel ist denn das?

 

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30. August 2017

Gegendarstellung:

Auf der Webseite des Angebots "Bündnis gegen Antisemitismus" wird (hier) ein Beitrag vom 3.8.2017 unter der Überschrift "Khaibar - Khaibar - Allahu Akbar! - Jerusalem ist unser" öffentlich zugänglich gemacht, in dem behauptet wird, dass der Palästinensische Gemeinde-Kassel e.V. zu einer Kundgebung für "al-aqsa und Al-Quds (=Jerusalem)" aufgerufen habe.

Diese Behauptung ist unrichtig. Der Palästinensische Gemeinde-Kassel e.V. hat zu keiner Kundgebung aufgreufen.

Kassel, den 21.8.2017

Ahmed Tubail

 

 

Anmerkung
Wir sind presserechtlich dazu verpflichtet, unabhängig vom Wahrheitsgehalt diese Gegendarstellung zu veröffentlichen, was wir hiermit ohne Anerkennung einer Rechtspflicht getan haben.

27. August 2017

Ein Maulheld und das große Einseifen

1

Oder: Niemand hat die Absicht ein Gedicht zu lesen

 

Schlamperei, das mit dem vertrauten Strom der Rede Schwimmen, gilt für ein Zeichen von Zugehörigkeit und Kontakt: man weiß, was man will, weil man weiß, was der andere will. Beim Ausdruck auf die Sache schauen, anstatt auf die Kommunikation, ist verdächtig. (Adorno)

 

„Obwohl sich Franco Berardi von seinem KZ-Vergleich distanzierte, nahm er vom Inhalt seiner Thesen nichts zurück. 'Ich werde das Wort Auschwitz nicht mehr benutzen, aber das Konzept bleibt', sagte Berardi, der einen 20-minütigen Vortrag hielt. 'Wenn die italienische Regierung Hilfsorganisationen kriminalisiert und die Leute lieber ertrinken lässt, dann nenne ich das Vernichtung.'“ fasste die HNA am 26.08.2017, ohne den Widerspruch in der getätigten Aussage in Gänze zu durchdringen, die Quintessenz des Abends zusammen, an dem ursprünglich die Performance „Auschwitz on the beach“ stattfinden sollte. Auch der HR versuchte am 25.08.2017 dem Clou des Berardi auf die Schliche zu kommen: „Ich wollte den Namen Auschwitz als Schutzschild benutzen, gegen den Faschismus, der wiederkommt. Gegen den Holocaust, der am Horizont lauert!“ zitiert der HR Berardi und verwies darauf, dass er keineswegs bedauere, das Gedicht geschrieben zu haben. "Mein Gedicht ist nicht schlecht, aber wenn es Leiden hervorruft, ist es nichts wert", sagte er.

 

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18. August 2017

Wo Engagement drauf steht ist (auch) Antisemitismus drin: documenta 14

 

Auschwitz on the beach


Man mag der documenta gern die pennälerhaften Aphorismen von Title on the Spot und den ganzen Lebensreform-Quatsch verzeihen, weil es ja sonst auch Interessantes auf der Ausstellung gibt. Aber eines ist so überraschungsfrei wie vorhersehbar. Der Anspruch unvermittelt das Kunstwerk dem politischen Engagement "gegen die Bündnisse von etablierter Politik und Geschäft" (Adam Szymczyk) zu unterwerfen führt mit schlafwandlerischer Sicherheit zur Illustrierung des Antizionismus und Antisemitismus. Konnte schon Peter Friedl mit seiner ausgestopften Giraffe auf der documenta 12 den Pokal für den absurdesten Holocaust-Joke erhalten, so wollen jetzt Franco Bifo Berardi, Fabio Stefano Berardi und Dim Sapaio versuchen, den Rekord für die verbalradikalste Holocaust-Verharmlosung für die documenta 14 aufzustellen.

 

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13. August 2017

Reminiszenzen zur Kollaboration mit der Faschoislam-Connection in Kassel

Verschiedentlich ist ausgeführt worden, dass es ideologische Affinitäten von Faschismus und Islamismus gibt. (Thomas Osten-Sacken, Matthias Küntzel, Hamed Abdel Samad u.a.) Dann sei hier darauf verwiesen, dass die wohlfeile Trennung von Islam und Islamismus falsch ist. Islamismus ist gemeinhin der Begriff für politischen Islam, was aber ein Pleonasmus ist, weil der Islam im Gegensatz zum Christentum (und zur jüdischen Religion) explizit einen Anspruch auf die weltliche Herrschaft formuliert und dieser Herrschaftsanspruch ist durchweg reaktionär. Zwar gibt es auch von der Weltlichkeit abgekehrte Muslime, wie z.B. einige Sufisten auch einige liberale Muslime, die die totalitären politisch-gesellschaftlichen Ansprüche des Islam zurückweisen. Dennoch, der Islam wird von seinen Anhängern gelebt und es liegt in der Natur der Sache, dass beide genannte Spielarten der Interpretationen des Islam keine oder nur eine marginale Rolle spielen. Deswegen ist es so, dass zwar nicht jeder Muslim ein potentieller Demokratieverächter, Reaktionär, Frauenfeind oder gar Terrorist ist, dass aber die, die "im Namen des Islam" morden oder ein reaktionäres Weltbild verbreiten natürlich auch Muslime sind. Und um einem weiteren Einwand vorwegzugreifen, es gibt auch Anhänger anderer Religionen, die mit einem totalitär politischen Anspruch, einen Gottesstaat zu errichten, daherkommen. Doch anders als beim Islam können diese nicht als Hauptströmung betrachtet werden, zumindest nicht im Falle des Christen- und Judentums 

 

Der oben genannten Affinität steht dem Anschein nach die, von rechten und rechtspopulistischen Gruppen, formulierte „Kritik“ am Islam entgegen. Doch beim näheren Hinsehen entpuppt sich diese Kritik am Islam überwiegend als Produktion eines kulturalistisch geprägten xenophoben Feindbildes oder ist Ausdruck eines Neids auf Opferbereitschaft, Gemeinschaftssinn und politische Schlagkraft, was aber nicht heißt, dass alles von der Hand zu weisen oder Ausdruck von Femdenhass oder Rassismus ist, was im sehr heterogenen politischen Spektrum des sogenannten Rechtspopulismus gegen die Zumutungen des Islam formuliert wird. Das um so mehr, als eine Kritik am Islam von links heute so gut wie nicht stattfindet. Im Gegenteil: Politisch mehr oder weniger sich als links verstehende Gruppen, Parteien und Verbände halten (sich) Augen und Ohren zu, wenn es um das Thema Islam geht oder sie kollaborieren gleich mit dem Islam und stimmen das Lied vom „antimuslimischen Rassismus“ an, um eben jene zu diskreditieren, die die Werte von der Freiheit des Individuums, der Emanzipation der Frau und von Recht und Demokratie gegen den islamischen Totalitarismus verteidigen. Das ist nicht nur in Europa und Deutschland so, sondern Gang und Gäbe in Kassel.

 

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03. August 2017

Khaibar - Khaibar – Allahu Akbar! – Jerusalem ist unser!

 

Das Pferd sei diesmal von hinten aufgezäumt: Nachdem eine Kundgebung in Kassel vom Versammlungsleiter beendet wurde, skandierte die noch nicht nach Hause gelaufene Menge folgende Parolen: „Khaibar Khaibar ya yahud jaish muhammad sa yahud!“ Auf deutsch: „Juden, erinnert euch an Khaibar, die Armee Mohammeds kommt zurück!“

 

Khaibar steht für die islamische Erzählung eines Sieges von Mohammeds Truppen gegen eine damals von Juden bewohnte Stadt auf der arabischen Halbinsel. Sie mussten sich in der Erzählung Mohammed unterwerfen und eine Sondersteuer zahlen, später wurden die meisten von ihnen vertrieben. (Zu Khaibar z.B. Wikipedia) Wenn man diese Zeilen als judenfeindliche bzw. antisemitische Kampfparolen bezeichnet liegt man also nicht falsch.

 

Warum intoniert also eine Menschenansammlung unbehelligt mitten am Tage in einer deutschen Großstadt solche Zeilen?

 

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24. Juli 2017

StuPa Kassel sabotiert kritische Veranstaltungsreihe!

 

Vorbemerkung: Das Referat für Antidiskriminierung und offene Gesellschaft des AStA Kassel hatte in Kooperation mit dem AK Raccoons - Kommunistische Gruppe und dem Bündnis gegen Antisemitismus Kassel die Veranstaltungsreihe "Reaktionäre Ideologien im fortschrittlichen Gewand" organisiert. Die für diese Reihe vorgesehenen Referenten bildeten ein unterschiedliches Spektrum der notwendigen Kritik am Bankrott und Aufklärungsverrat der sich selbst als emanzipatorisch bezeichnenden insbesondere „antirassistische“ und (post)feministische Bewegungen dar. Zur notwendigen Kritik an diesem gesellschaftlichen Phänomen gehören für uns selbstverständlich auch die Autoren der Zeitschrift Bahamas. Dass die Thesen der Autoren nicht auf einhellige Zustimmung stoßen werden war uns klar, aber diese Selbstverständlichkeit trifft auch auf die anderen Referenten zu. Gerade aus diesem Grunde war es unsere Absicht, die unterschiedlichen Herangehensweisen und Thesen der Referenten zur Diskussion zu stellen. Im Vorfeld wurde jedoch kolportiert, mit und über Autoren der bahamas würde nicht diskutiert. Wie auch anderswo lös(t)en die Autoren der bahamas den üblichen Beißreflex aus. Ohne inhaltliche Argumente vorzubringen fiel schon der Autor Clemens Nachtmann bei der vorher notwendigen Beantragung durch und als Sören Pünjer nach Kassel kam, formierte sich ein feixender Anhang der Postkolonialismus-Studien, der sich beim Vortrag, von ein paar wenigen Ausnahmen abgesehen, wie ein hinterwäldlerischer Pöbel aufführte. Es sollte der letzte Vortrag dieser Reihe sein. Im folgenden die Stellungnahme des AK Raccoons, des Referates für Antidiskriminierung und offene Gesellschaft und uns.

 

25. Juni 2017

Ausflug mit Freunden: Freiheit für Deniz Yücel!

 

Das BgA Kassel unterstützt die Demonstration am 29. Juni in Marburg und ruft auf sich den Protesten anzuschließen.

 

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15. Juni 2017

Vom Frauendeck in das Café voller Narren

Oder Annettes Ruf: Jerusalem bleibt unser - Inschallah!

 

Seien wir ehrlich. Wer sich zu einem Vortrag von Annette Groth begibt, der in Kooperation der Kasseler Linken, der Deutsch-Palästinensischen Gesellschaft sowie dem Kasseler Friedensforum im auch als Café Jihad bekannten Café Buch Oase veranstaltet wird, weiß genau, dass weder eine Veranstaltung stattfindet, in der versucht wird, den Standpunkt Israels darzulegen noch eine, in der eine sachliche oder gar ausgewogene Darstellung des Themas zu erwarten ist. Warum also hier an dieser Stelle wiederholt ein Bericht über einen Abend im notorischen Café? Weil es immer noch den unverdienten Ruf genießt, ein Ort zu sein, in dem Kultur, Diskussion und nachbarschaftliche Kontakte bei einem Kaffee in mediterraner Umgebung gepflegt werden. Hinter dem Schein verbirgt sich etwas anderes. Das müsste dem Besucher aber schon auffallen, wenn er die ausgehängten Zettel und Plakate betrachtet, die im Eingangsbereich des Etablissement des unverblümten Hasses auf Israel hängen, oder wenn er oder sie die Veranstaltungsseite genauer studiert. Wer bei Verstand ist  und dennoch den Weg dorthin wagt, ist daher gut beraten, Baldrian oder Bromazepam griffbereit zu haben - Es folgt ein Erfahrungsbericht aus dem Kosmos von linken Israelhassern, vermeintlichen Friedensaktivisten und Islamismusapologeten.

 

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27. Mai 2017

In der Uni sitzen, während draußen Manchester weint...

 

Der SDS Kassel veröffentlichte am 24. Mai 2017 einen Text (Im Elfenbeinturm sitzen, während draußen die Welt brennt...) in welchem er die Veranstaltungsreihe „Reaktionäre Ideologien im fortschrittlichen Gewand” (organisiert von der Antidiskriminierungsstelle des AStA der Uni Kassel, dem BgA Kassel und dem ak:raccoons) zu kritisieren versucht. Neben der für uns kostenlosen Werbung möchten wir uns dabei für die beispiellose Inhaltsleere der Kritik bedanken. Dies erspart uns die Arbeit uns ernsthaft mit dem SDS Kassel auseinandersetzen zu müssen. Nun zur „Kritik des SDS“:

 

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25. Mai 2017

Vortragsreihe „Reaktionäre Ideologien im fortschrittlichen Gewand“

 

Gemeinsam mit dem Referat für Antidiskriminierung und offene Gesellschaft des ASTA der Uni Kassel und dem AK Raccoons und  laden wir alle Interessierten zu unserer Vortragsreihe ein. Und darum soll es gehen:

 

In dem Aufruf zur Demonstration „MuslimBanAustria – Mein Körper, mein Recht auf Selbstbestimmung“ am 04.02.17 in Wien gegen das geplante Integrationspaket, das ein Verbot der Vollverschleierung und das Kopftuchverbot bei uniformierten Exekutivbeamten, Richtern und Staatsanwälten vorsieht, heißt es: „Viel mehr als nur ein ‚Kopftuchverbot‘! Bei dieser Demonstration geht es nicht nur um das Kopftuchverbot, sondern um Menschen- und Minderheitenrechte, um Antidiskriminierung, um Gleichberechtigung und vor allem um das Selbstbestimmungsrecht der Frau.

 

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22. Mai 2017

Schon wieder: Parolen auf den Plakaten der Partei „Die Linke“

 

Am 24.04.2017 versahen mutmaßlich rechtsextreme Täter Plakate der Partei „Die Linke“ in Kassel mit antisemitischen Parolen. Wir hatten dies dokumentiert. Nun betreiben die Parteigänger dieser Truppe das Geschäft selbst. Das notorische Café Buchoase hat einen Passagier des Frauendecks der Mavi-Mamara geladen.

 

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10. Mai 2017

14. Mai 1948 – 14. Mai 2017

 

 

120 Jahre Zionismus    69 Jahre Israel    50 Jahre Befreiung Jerusalems

 

 

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