There is no Anti-Zionism without Anti-Semitism
There is no Anti-Zionism without Anti-Semitism

Anne Frank Bilderrätsel

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Es gibt in Hessen ein mit öffentlichen Geldern unterstütztes Projekt, das nennt sich "response". Laut Selbstbeschreibung sei dies "die erste Beratungsstelle für Betroffene rechter Gewalt in Hessen und ist in der Bildungsstätte Anne Frank in Frankfurt angesiedelt." Die Bildungsstätte Anne Frank erklärt ihren Bezug zum Namen, den diese Initiative führt so: "Alle kennen Anne Frank – aber nur wenige wissen, dass sie aus Frankfurt kommt. Im Stadtteil Dornbusch, in dem Anne aufgewachsen ist, finden Sie uns. Was können wir heute noch aus der Vergangenheit lernen? Wie handeln wir im Hier und Jetzt, wenn uns Rassismus begegnet?"

 

Und weil Anne Frank Opfer der vom Antisemitismus inspirierten deutschen Volksgemeinschaft war, muss noch schnell der Bezug zum Antisemitismus her. So heißt es im Selbstverständnis der Bildungsstätte Anne Frank: "Die Bildungsstätte versteht sich als ein unabhängiges, interdisziplinäres Zentrum, das unterschiedliche Kompetenzen und Expertisen verbindet, um adäquate pädagogische Konzepte für die pluralistische Migrationsgesellschaft zu entwickeln und zu implementieren. Hierzu gehört sowohl die kritische Auseinandersetzung mit der deutschen Zeitgeschichte als auch die Reflexion über Rassismus, Diskriminierung und Antisemitismus in der Gegenwart." Antisemitismus wird in dieser Erklärung unter "Ideologie der Ungleichwertigkeit" subsumiert. Die Bildungsstätte hat damit völlig richtig erkannt, dass sie so in der Lage ist, "Impulse für den öffentlichen Diskurs" zu setzten. Somit erklärt sich auch, dass die Hisbollah-Versteherin und Gegnerin des Anti-BDS-Beschlusses der Fraktion "Die Linke" Christine Buchholz (siehe Screenshot, 19.05.2018) diese Initiative unterstützt. Christine Buchholz gehört auch dem Netzwerk Marx21* an.

 

Response veranstaltet am 18. Mai 2018 in Kassel eine Tagung, "Changing Perspectives III - Verschränkungen von Rassismus, Antisemitismus, Homo- und Trans*feindlichkeit.“ Es sind neben einer Kasseler Vertreterin der "Initiative 6. April" u.a. zwei Vertreterinnen des Intersektionalismus** geladen. Kein Wunder, dass der Nebelkerze „Antimuslimischer Rassismus“ Platz eingeräumt wird. "Antisemitismus heute. Erkennen, benennen und stoppen" wird dann das Blinde-Kuh-Spiel der Konf_er*enzTeil-nehmerix sein.

 

* Marx21 (früher Linksruck) ist eine stramm antizionistische Gruppierung der Partei "Die Linke". Näheres kann hier nachgelesen werden: Das trotzkistische Spektrum im Linksextremismus, bdp, 28.10.2014

**Zum Thema "Intersektionalismus" aktuell: Naida Pintul und Vojin Saša Vukadinović, Die Regression »reclaimen« (jungle world, 09.05.2018).

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