There is no Anti-Zionism without Anti-Semitism
There is no Anti-Zionism without Anti-Semitism

Antisemitismus als Meinung

Antisemitismus Klassisch - Die Meinung die es zu veröffentlichen gilt

 

Leserbriefe geben nicht die Meinung der Redaktion wieder heißt es. Sie werden von einer für die Auswahl der Leserbriefe zuständigen Redaktion aus einer Flut an Zuschriften ausgewählt. Die Redaktion muss also aus den Zusendungen diejenigen auswählen, die als legitime und relevante Meinungsäußerung eingeordnet werden. Briefe die den Tatbestand der Volksverhetzung erfüllen sollten also im Papierkorb landen, ähnliches sollte für Äußerung, die als Ausdruck des politischen Wahns zu kategorisieren wären, gelten. Eine Redaktion könnte auch der Auffassung sein, bestimmte Positionen, nämlich antisemitische, nicht zu veröffentlichen.

Der Leserbrief, der am 28. Mai 2018 in der HNA veröffentlicht wurde, stellt ein klassisches Beispiel für Antisemitismus dar. Der Schreiberin ist es wichtig zu betonen, dass eine bestimmte politische Entscheidung in Bezug auf Israel eine "schreiende Ungerechtigkeit" sei und dass ihre Urheber Juden sind. Bei Netanjahu spart sie sich den Hinweis, dass er Jude ist. Bekanntlich ist Netanjahu Ministerpräsident des jüdischen Staates, der dafür verantwortlich gemacht wird, auf kurzer Entfernung 50 Palästinenser erschossen zu haben.

 

Nur ein Leserbrief? Ja. Aber er wird von der Leserbriefredaktion als legitime Meinungsäußerung geadelt und findet durch die hohe Auflage der Zeitung eine enorme Verbreitung. 

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