There is no Anti-Zionism without Anti-Semitism
There is no Anti-Zionism without Anti-Semitism

7. November 1938 Pogrome in Nordhessen – Kassel war Vorreiter

In Nordhessen war Antisemitismus besonders populär. Hier begannen die systematischen Gewalttaten gegen die deutschen Juden. Während die Pogrome gegen die jüdische Bevölkerung in den meisten deutschen Regionen auf Anordnung der NS-Regierung in der Nacht vom 9. auf den 10. November 1938 durchgeführt wurden, fand in Kassel und Umgebung die „Generalprobe“ statt. Am Abend des 7. November wurden in Kassel jüdische Geschäfte geplündert und die Synagoge an der Unteren Königsstraße in Brand gesteckt. Initiatoren der Ausschreitungen waren SA-Männer, Arolser SS-Männern und Kasseler Gestapoangehörige, die die zusehenden Kasseler Bürger zur Beteiligung ermunterten.

 

Die Haltung der Kasseler Bürger beschrieb der (2014 verstorbene) Kasseler Erinnerungszuständige Hans Germandi so, „Von den Leuten, die unterwegs waren, hat sich keiner getraut, etwas zu sagen.“ (HNA, 07.11.2013) Warum auch trauen, es ging ja nicht um sie. In den Vernichtungskrieg zu ziehen, hatten sich dann aber auch die Kasseler getraut, und das obwohl ab 1941 die Überlegenheit der Alliierten immer klarer wurde.

 

Hunderte Schaulustige waren 1938 dabei, als die Synagoge verwüstet wurde. Anschließend zog die Menge in die Große Rosenstraße, wo die Schul- und Verwaltungsräume der Jüdischen Gemeinde ebenfalls zerstört wurden. Jüdische Geschäfte und Cafes wurden geplündert.

 

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