There is no Anti-Zionism without Anti-Semitism
There is no Anti-Zionism without Anti-Semitism

 

22. August 2017

PM: Auschwitz on the beach

Das Bündnis gegen Antisemitismus Kassel (BgA-Kassel) ruft zu einer Kundgebung anlässlich der "Performance Auschwitz on the beach" am Donnerstag, den 24.08.2017 ab 19.30 Uhr auf. Die Kundgebung soll am Fredericianum am Friedrichsplatz stattfinden.

 

Im Aufruf des BgA-Kassel heißt es:

 

"Die Unmöglichkeit auf legalem Weg nach Europa einzuwandern, das tausendfache Sterben im Mittelmeer und die menschenverachtende deutsche und europäische Flüchtlingspolitik gehören selbstverständlich angeprangert. Viele der auf der 14. documenta vertretenen Künstler tun genau dies in etlichen Werken. [...] Dennoch, jeder denkender Mensch sollte erkennen - und offensichtlich erkennt sogar der Dichter Franco Berardi, dass dieses gegenwärtige Unrecht mit dem geplanten und industriellen durchgeführten millionenfachen Massenmord an den Juden durch die Deutschen nichts gemein hat."

 

Jonas Dörge (BgA-Kassel) macht darauf aufmerksam, dass das Kunstwerk in einen Zusammenhang zu stellen ist und keineswegs nur eine zufällige Entgleisung ist:

 

"Dieses Werk ist jedoch kein Einzelfall, sondern die Delegitimierung Israels durch Verschweigen der Existenz Israels in den Beiträgen Shiblis, die unhistorische Thematisierung der Vertreibung und Flucht der Palästinenser im Jahr 1948 durch Jacir sind typischer Ausdruck des heute als „Israelkritik“ gesellschaftlich akzeptierten Antisemitismus. Diese Ideologie ist ein dem Kunstverständnis notwendig innewohnende Tendenz, das mit einfachen Weltbildern abstrakte und vermittelte Herrschaftsverhältnisse als „Bündnisse von etablierter Politik und Geschäft“ (Adam Szymczyk) erklären will."

 

Christian Gruber (BgA-Kassel) betohnt:

 

"Das BgA-Kassel stellt sich entschieden gegen jede Instrumentalisierung der Shoa für politische Zwecke und kritisieren ihre Relativierung, die mit der Performance von Auschwitz on the beach einhergeht. Auch Kunstfreiheit darf keine Entschuldigung für die Verbreitung antiisraelischer und antisemitischer Hetze sein auch wenn sie von mit dem besten linken und globalisierungskritischen Gewissen ausgestatteten, zeitgenössischen Künstlern praktiziert wird."

 

Das BgA-Kassel hat am 16. August 2017 eine Auseinandersetzung zur Performance veröffentlich, auf die wir gerne aufmerksam machen wollen. Sie ist hier nachzulesen:

 

https://www.bgakassel.de/blog/august-2017/wo-engagement-drauf-steht-ist-auch-antisemitismus-drin-documenta-14/

 

Der Aufruf zur Kundgebung wird in Kürze veröffentlicht.

 

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