There is no Anti-Zionism without Anti-Semitism
There is no Anti-Zionism without Anti-Semitism

Zukünftige Veranstaltungen

11.12.2017, 20.00 Uhr: 13. Dezember 1937 - Massaker in Nanking. Themenabend mit Film

 

Vor achtzig Jahren am 13. Dezember 1937 begann das Massaker in Nanking. Japanische Truppen brachten nach der Eroberung der Stadt über 200.000 Zivilisten und Kriegsgefangene um. Es handelt sich um eines der schlimmsten Kriegsverbrechen im 2. Weltkrieg. 

Das japanische Militär stand in Sachen gezieltem Massenmord den deutschen Nazitruppen in Nichts nach. Im Unterschied zur deutschen Politik fehlte der japanischen jedoch der antisemitische Vernichtungswahn. Japans Politik zielte nicht darauf ab, eine bestimmte Gruppe von Menschen unabhängig von militärischen Erwägungen systematisch zu vernichten. Die Vernichtungsaktionen gegen Zivilisten und Gefangene durch japanisches Militär waren zwar auch durch rassistische Überlegenheitsideologien begründet, fanden i.d.R. aber im Kontext militärischer Strategien und Aktionen statt. 

Das Massaker in Nanking steht exemplarisch für die verbrecherische Kriegsführung Japans. Zur japanischen Strategie in China gehörte die Schaffung von „Toten Zonen“. Tote Zonen sind Gebiete, in denen die Zivilbevölkerung von militärischen Einheiten ausgerottet, vertrieben oder verschleppt wurde. Diese Strategie wurde auch die „Drei Alles“ genannt: Alles töten - Alles verbrennen - Alles plündern. 

Japans Kriegsführung scherte sich nicht um die Haager Landkriegsordnung: So führten japanische Flieger 1932 gegen Schanghai erstmalig ein Flächenbombardement gegen eine Stadt durch. In China erprobte das japanische Militär bakterielle und chemische Waffen an Kriegsgefangenen und setzten biologische (Milzbrand, Beulenpest, Cholera) und chemische (Senfgas, Lewisite) Waffen im großen Stil gegen die chinesische Zivilbevölkerung ein. Ca. 580.000 Menschen starben durch diese Waffeneinsätze. Ca. 200.000 koreanische, chinesische und südostasiatische Frauen wurden von japanischen Militärs zur Prostitution gezwungen. Insgesamt kamen in China ca. 10 Millionen Zivilisten durch militärische Aktionen der japanischen Armeen um. 

Während es in Kassel ein Hiroshima-Ufer und z.B. in Göttingen einen Hiroshima-Platz gibt, findet sich keine Entsprechung zu den japanischen Kriegsverbrechen in Deutschland. Historisch Interessierte verbinden mit Nanking vielleicht noch die Geschichte vom "guten Nazi" John Rabe. Der Nationalsozialist und Repräsentant der Firma Siemens in Nanking Rabe war Zeuge der japanischen Verbrechen und versuchte vergeblich bei den militärisch Verantwortlichen gegen die Gewaltexzesse zu intervenieren. 

Aber auch wenn Deutschland neben Schindler damit einen weiteren „guten Nazi“ präsentieren kann, spielen die Kriegsverbrechen des mit Deutschland verbündeten Japans keine Rolle in der Gedenkpolitik. Für zwei der Grundpfeiler der deutschen Ideologie, den Antiamerikanismus und die Täter-Opfer-Umkehrung passt das Gedenken an die Atombombenabwürfe in Hiroshima und Nagasaki besser in das Konzept.

Das Massaker in Nanking trug dazu bei, dass in der US-amerikanischen Außenpolitik ein Schwenk vollzogen wurde. Die USA verhängten ein Handelsembargo gegen Japan und stellten die Fliegerstaffel „Flying Tigers“ auf, die den chinesischen Truppen Unterstützung im Kampf gegen Japans Truppen leisteten. Deutschland bekräftigte seine Bündnispolitik mit Japan.

Ort: Falken Kassel, Weserstraße 17

Vergangene Veranstaltungen

 

 

  • 15.11.2017, 19.00 Uhr: Macht kaputt, was euch kaputt macht - Vortrag und Diskussion mit David Schneider. Ort: Haus der Jugend, Mühlengasse 1, Kassel.

  • 09.11.2017, 18.00 Uhr: Karl Pfeifer - Lesung: Immer wieder Ungarn. Ort: Phillip-Scheidemann-Haus, Kassel
     

  • 12.10.2017, 18.00 Uhr: Zur Metaphysik der dummen Kerle - Das Lutherjubiläum 2017. „Verbrenne ihre Synagogen, zwinge sie zur Arbeit.“ Diskussionsveranstaltung mit der Antideutschen Aktion Berlin. Ort: Haus der Jugend, Mühlengasse 1, Kassel.

     

  • 21.09.2017, 18.00 Uhr: AfD & FPÖ - Buchvorstellung und Diskussion mit Stephan Grigat. Stephan Grigat stellt auf unserer Veranstaltung das von ihm aktuell herausgegebene Buch: „AfD & FPÖ Antisemitismus, völkischer Nationalismus und Geschlechterbilder.“ vor. Ort: Phillip-Scheidemann-Haus, Kassel, Holländische Str. 74 - 74.

     
  • 18.01.2017, 20.00 Uhr: „Wer seit hundert Jahren die Fäden zieht“ – Antisemitische Verschwörungstheorien in Protestbewegungen am Beispiel der Mahnwachen für den Frieden. Diskussion und Vortrag mit Laura Luise Hammel, Ort: Uni Kassel Holländischer Platz. (Eine gemeinsame Veranstaltung mit dem Infoladen Halitstraße, dem AK Antisemitismus Uni Kassel und dem AK Raccoons)

 

  • 14.12.2016, 20.00 Uhr: No World Order – Wie antisemitische Verschwörungsmythen die Welt verklären. Diskussion und Vortrag mit Jan Riebe, Ort: Uni Kassel, Holländischer Platz (Eine gemeinsame Veranstaltung mit dem Infoladen Halitstraße, dem AK Antisemitismus Uni Kassel und dem AK Raccoons)

 

  • 30.11.2016, 20.00 Uhr: Der islamische Antisemitismus. Über die Geschichtsmächtigkeit und Folgen der Enttäuschung eines erfolglosen Missionars. Vortrag und Diskussion mit Felix Riedel, Ort: Uni Kassel, Holländischer Platz (Eine gemeinsame Veranstaltung mit dem Infoladen Halitstraße, dem AK Antisemitismus Uni Kassel und dem AK Raccoons)

 

  • 16.11.2016, 20.00 Uhr: Der Zusammenhang von Gesetz, Erlösung und Antisemitismus im Christentum. Diskussion und Vortrag mit Thomas Maul. Ort: Uni Kassel, Holländischer Platz (Eine gemeinsame Veranstaltung mit dem Infoladen Halitstraße, dem AK Antisemitismus Uni Kassel und dem AK Raccoons)

 

  • 11.11.2016, 20.00 Uhr: Antiamerikanismus als Weltanschauung. Die Aversion gegen Amerika als ideologisches Bindeglied von Querfronten. Vortrag und Diskussion mit Anna-Lea Rackwitz. Ort: Uni Kassel, Holländischer Platz (Eine gemeinsame Veranstaltung mit dem Infoladen Halitstraße, dem AK Antisemitismus Uni Kassel und dem AK Raccoons)

 

  • 02.11.2016, 20.00 Uhr: Zwischen Scham und Wahn: Bilder Israels in der deutschen Öffentlichkeit. Diskussion und Vortrag mit Martin Kloke. Ort: Uni Kassel, Holländischer Platz (Eine gemeinsame Veranstaltung mit dem Infoladen Halitstraße, dem AK Antisemitismus Uni Kassel und dem AK Raccoons)

 

  • 26.10.2016, 20.00 Uhr: „Antisemiten aller Länder …“ – Der Hass auf Israel als Schnittpunkt von Antisemitismus der Linken und der Mitte der Gesellschaft. Vortrag und Diskussion mit Marius Mocker. Ort: Uni Kassel, Holländischer Platz (Eine gemeinsame Veranstaltung mit dem Infoladen Halitstraße, dem AK Antisemitismus Uni Kassel und dem AK Raccoons)

 

  • 21.10.2016, 18.30 Uhr: Antisemitismus – Zur Kritik einer Weltanschauung. Diskussion und Vortrag mit Stephan Grigat. Ort: Uni Kassel, Holländischer Platz (Eine gemeinsame Veranstaltung mit dem Infoladen Halitstraße, dem AK Antisemitismus Uni Kassel und dem AK Raccoons)

 

  • 14.10.2016, 11.00 Uhr: Die israelische Demokratie und der Nahostkonflikt. Tagesseminar des Mideast Freedom Forum Berlin. Ort: Infoladen Halitstraße, Holländische Str. 88, Kassel. (Eine gemeinsame Veranstaltung mit dem Infoladen Halitstraße, dem AK Antisemitismus Uni Kassel und dem AK Raccoons) Anmeldung erbeten: Anmeldeformular

 

 

  • 02.06.2016, 19.00 Uhr: AfD und die absolute Meinung. Diskussionsveranstaltung mit David Schneider. Ort: Philipp-Scheidemann-Haus, Holländische Str. 72-74, Kassel.

 

  • 24.03.2016, 19.00 Uhr: Krieg, Friedhofsruhe und Interventionen in Syrien. Vortrag und Diskussion mit Thomas Osten-Sacken. Ort: Philipp-Scheidemann-Haus, Holländische Str. 72-74, Kassel.

 

 

 

  • 08.07.2015, 19.00 Uhr: Die Einsamkeit Israels, Zionismus, die israelische Linke und die iranische Bedrohung. Vortrag, Buchvorstellung und Diskussion mit Stephan Grigat. Ort: Philipp-Scheidemann-Haus, Kassel

 

  • 26.11.2014, 19.00 Uhr: Heidegger und der Antisemitismus der feinen Leute. Vortrag und Diskussion mit Gerhard Scheit. Ort: Philipp-Scheidemann-Haus, Kassel

 

  • 19.11.2014, 19.00 Uhr: Antiba – Der Barbarei entgegentreten. Vortrag und Diskussion mit Lothar Galow-Bergemann. Ort: Philipp-Scheidemann-Haus, Kassel

 

  • 08.10.2014, 17.00 Uhr: Die Grauzone. Filmvorführung. Einleitende Worte von Jonas Dörge. Ort: Filmladen Kassel, Goethestraße, Kassel

 

 

  • 10.02.14, 19.30 Uhr: Lee Miller – Krieg. Reportagen und Fotos. Buchvorstellung mit Jonas Dörge. Ort: Café Desasta, Uni Kassel.

 

  • 13.11.2013, 19.00 Uhr: Die “neue Freundlichkeit” des Irans und die Einsamkeit Israels. Friedensverhandlungen, Antisemitismus und die Bombe – Konstellationen im Nahen Osten. Vortrag und Diskussion mit Stephan Grigat. Ort: Philipp-Scheidemann-Haus, Kassel.

 

 

 

 

  • 14.06.2013, 19.00 Uhr: Vergänglichkeit der Bedingungen, unter denen das Kapital das Proletariat als revolutionäres Subjekt setzt. Vortrag und Diskussion mit Jochen Bruhn (Freiburg). Bruhn ist Co-Autor u.a. von Initiative Sozialistisches Forum, „Furchtbare Antisemiten, ehrbare Antizionisten“. Ort: Uni Kassel, Mönchebergstr. 7, Raum 614

 

  • 05.06.2013, 19.00 Uhr: Luxus für alle – Zur Kritik der Arbeit & des Antisemitismus. Vortrag und Diskussion mit Stephan Grigat (Lehrbeauftragter für Politikwissenschaft an der Universität Wien). Ort: Uni Kassel, Mönchebergstr. 7, Raum 614

 

  • 16.05.2013, 19.00 Uhr: Verfall und Rekonstruktion der Kritik der politischen Ökonomie. Vortrag und Diskussion mit Gerhard Stapelfeldt (Prof. emer. für Soziologie und Autor in Hamburg, zuletzt: Geist des Widerspruchs). Ort: Uni Kassel, Nora Platiel Str. 6, Raum 0207

 

 

 

  • 21.11.2012, 19.00 Uhr: Antisemitismus und Antiziganismus in Ungarn, einem Land in der Europäischen Union. Vortrag und Diskussion mit Karl Pfeifer. Eine Veranstaltung im Rahmen der Aktionswoche gegen Antisemitismus 2012. Ort: Philipp-Scheidemann-Haus, Holländische Str., Kassel.

 

  • 09.11.2012, 19.00 Uhr: , Das Verhältnis zu Israel zwischen Staatsräson und Verrat. Über die Rolle der Lebenden und der Toten. Vortrag und Diskussion mit Clemens Heni. Eine Veranstaltung im Rahmen der Aktionswoche gegen Antisemitismus 2012. Ort: Philipp-Scheidemann-Haus, Holländische Str., Kassel.

 

  • 30.10.2012, 19.00 Uhr: Die Sehnsucht nach dem Weltsouverän und der Hass auf Israel. Vortrag und Diskussion mit Gerhard Scheit. Eine Veranstaltung im Rahmen der Aktionswoche gegen Antisemitismus 2012. Ort: Philipp-Scheidemann-Haus, Holländische Str., Kassel.

 

  • 18.10.2012, 19.00 Uhr: Hisbollah – Geschichte und Gegenwart der „Partei Gottes“, Vortrag und Diskussion mit Jonathan Weckerle (Sprecher von STOP THE BOMB,Mitglied im Mideast Freedom Forum Berlinund freier Autor). Ort: Kulturzentrum Schlachthof, Mombachstr. 10-12, Kassel, Raum 112.

 

  • 06. Juni 2012, 19.30 Uhr: Der Aufstand gegen Assad. Die Opposition, das Regime und das Ausland. Vortrag und Diskussion mit Thomas von Osten Sacken. Ort: Philipp-Scheidemann-Haus, Holländische Str. Kassel Raum 106

 

  • 17. Februar 2012, 19.00 Uhr: Vom Proletariat zum Pöbel. Eine andere Geschichte der deutschen Arbeiterklasse. Vortrag und Diskussion mit Jochen Bruhn. Ort: Philipp-Scheidemann-Haus, Holländische Str. Kassel Raum 106

 

  • 13. Dezember 2011, 19.00 Uhr: Sicherheit und Frieden – Israels Außenpolitik im Spannungsfeld internationaler und regionaler Interessen. Diskussionsveranstaltung mit Tal Gat (Leiter der Abteilung Öffentlichkeitsarbeit der Israelischen Botschaft). Ort: Philipp-Scheidemann-Haus, Holländische Str. Kassel Raum 106Veranstaltungsreihe: Wahn und Weltbilder – Israel und die Internationale Politik

 

  • 09. November 2011, 19.00 Uhr: “Israel und der Umbruch in Nahost”. Vortrag und Diskussion mit Alex Feuerherd (Lektor und freier Publizist. Er lebt in Köln und schreibt schwerpunktmäßig über den Nahen Osten, u.a. für KONKRET, die Jungle World, die Jüdische Allgemeine und den Tagesspiegel). Ort: Philipp-Scheidemann-Haus, Holländische Str. Kassel. Raum 106

 

  • 30. November 2011, 19.00 Uhr: “Hass auf New York. Über das Verhältnis von Antiurbanismus, Antisemitismus und Antiamerikanismus.” Vortrag und Diskussion mit Bodo Kahmann. Ort: Philipp-Scheidemann-Haus, Holländische Str. Kassel Raum 106
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